Local Players Nürnberg

Local Players bietet praxisorientierte Qualifizierungsmodule für Auszubildende mit und ohne Migrationshintergrund. Die Auszubildenden sollen während der dreijährigen Projektphase ihre Stärken erkennen, ausbauen und zu einem beruflichen Qualifizierungsmerkmal machen. Zum Beispiel Fähigkeiten wie “Interkulturelle Kompetenz”, Sprachkenntnisse, Konfliktmanagement etc.

Tendenzen von Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit zu erkennen und Handlungsstrategien dagegen zu entwickeln ist einer der Schwerpunkte. Im Laufe des Projektes werden die Auszubildenden zu Botschafterinnen und Botschaftern in eigener Sache und geben ihr Wissen weiter – am Arbeitsplatz, in der (Berufs-) Schule und in ihrem privaten Umfeld. Die Nürnberger “Local Players” werden so zu Multiplikatoren und Multiplikatorinnen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus und für ein positives und produktives Miteinander.

Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern

Wir arbeiten interdisziplinär und praxisorientiert und kooperieren mit zahlreichen Akteuren aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Kooperationen bestehen u.a. mit dem Ausländerbeirat der Stadt Nürnberg, der Georg-Simon-Ohm Hochschule (Fachbereich Sozialwesen), den beruflichen Schulen und den Kammern, PlanPlus – Freies Institut für Sozialforschung, thevo – Theater von Menschen für Menschen und take4real Film- und Medienproduktion.

Wissenschaftliche Begleitung

PlanPlus – Freies Institut für angewandte Sozialforschung und Urbanistik übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Projektes während der gesamten Laufzeit. Dazu gehören eine Prozess- und Ergebnisevaluation des Projektverlaufs
sowie eine Begleitforschung. Im Rahmen der Prozess- und Ergebnisevaluation werden u.a. die Trainings- und Qualifizierungsmodule (mittels Interviews und teilnehmender Beobachtung) evaluiert.

Ein Schwerpunkt wird der Kompetenzzuwachs bei den Auszubildenden mit Migrationshintergrund sein. Auf der Basis einer empirischen Erhebung (Interviews mit Auszubildenden und BetriebsinhaberInnen aus KMU mit Migrationshintergrund) wird eine Situationsanalyse zu „Rassismus und Diskriminierung in der Arbeitswelt“ erstellt. So können grundsätzliche Fragen zu Maßnahmen gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in der dualen Ausbildung sowie zu den Bedingungen für einen gelungenen Übergang in den Beruf unter Berücksichtigung der Zusatzqualifikation der interkulturellen Kompetenz geklärt werden.

Filmische Begleitung des Projekts

Das Projekt wird über die gesamte Laufzeit filmisch begleitet und dokumentiert.  Die am Projekt teilnehmenden Auszubildenden sind aktiv in die Filmarbeit eingebunden, um sich auch unter medienpädagogischer Perspektive mit dem Themenfeld Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit auseinander zu setzen.

Es entstehen Spots, Reportagen, und Filmsequenzen, die zum Einsatz als Lehrmaterialien in Schulen, Berufsschulen und in der Jugendarbeit gedacht sind.

Realisation: take4real Film- und Medienproduktion. Das Filmprojekt wird durch die Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg unterstützt.

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