Das Projekt “Local Players”
Ob am Arbeitsplatz oder in der Freizeit – interkulturelle Begegnungen finden in allen Lebensbereichen statt. Die moderne Arbeitswelt wäre ohne die Verständigung zwischen Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen nicht möglich. Dies birgt viele Chancen voneinander zu lernen und gemeinsam erfolgreich zu sein.
Doch neben friedlichem Mit- und Nebeneinander sind – mal mehr oder weniger unterschwellig – auch Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit oder sogar deutlicher Rassismus zu beobachten.
Local Players ist ein Projekt für junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und bemüht sich um fairen Ausgleich ihrer Bildungs- und Berufschancen.
Der Handlungsbedarf ist groß, denn der Anteil Auszubildender mit Migrationshintergrund sinkt seit Mitte der 90er Jahre stetig. Dabei werden viele SchulabgängerInnen zum Beispiel oft nur deshalb abgelehnt, weil sie einen ausländischen Namen tragen und automatisch (und häufig zu unrecht) davon ausgegangen wird, dass Sprachdefizite in Deutsch vorliegen.
Für die Betriebe ist dies in einer globalisierten Welt jedoch genau so kontraproduktiv. Denn Mitarbeiter mit Migrationshintergrund können häufig besser “über den Tellerrand” hinaus schauen. Als Kenner zweier Kulturen können sie zum Beispiel vielfach vermitteln, beraten, Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Die Bedeutung interkultureller Kompetenzen wird derzeit jedoch besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen noch kaum erkannt.
Local Players bietet praxisorientierte Qualifizierungsmodule für Auszubildende mit Migrationshintergrund. Die Auszubildenden sollen während der dreijährigen Projektphase ihre Stärken erkennen, ausbauen und zu einem beruflichen Qualifizierungsmerkmal machen. Zum Beispiel das Soft-skill “Interkulturelle Kompetenz”, Sprachkenntnisse, etc. Ein Schwerpunkt ist dabei zu lernen, Tendenzen der Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten dagegen zu entwickeln. Am Ende des Projektes werden die Auszubildenden an Berufsschulen, im Betrieb oder im Jugendtreff einen “Peer-to-peer”- Unterricht zum Thema “Demokratie, Vielfalt und Toleranz” geben.
Die Nürnberger “Local Players” werden so zu Multiplikatoren und Multiplikatorinnen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus und für ein positives und produktives Miteinander.
"Local Players" richtet sich Auszubildende, welchen die Themen Demokratie, Vielfalt und Toleranz wichtig sind. Die Bezeichnung "Local Player" wurde aus dem Bergiff "Global Player" abgeleitet und deutet an, dass die Kulturenvielfalt der Welt auch vor Ort zu finden ist und hier gelebt werden kann! Schreibe Deinen Kommentar zu den Blogbeiträgen oder diskutiere mit im Local Players Forum!
