Local Players Trailer

Viele haben schon danach gefragt, jetzt ist er auch online zu sehen: Der Local-Players Trailer!

Auszubildende sprechen über eigene Diskriminierungserfahrungen, erlebte Missverständnisse und über ihre Ansichten zum Slogan “Demokratie, Vielfalt und Toleranz” (5:00 Min):

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Geschützt: Local Players Trailer gewinnt ersten Preis

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Aufruf des Soli-Komitees gegen Rechts

Doppel-Demonstration gegen rechte Gewalt, gegen die Verharmlosung und Vertuschung von Nazi-Angriffen – für Zivilcourage!

Samstag, 29. Mai 2010
12:00 Uhr Fürth, Hauptbahnhof ; 14:00 Uhr Nürnberg, Plärrer

Brutaler Nazi-Angriff auf 17-Jährigen

Am 28. April wurde im U-Bahnhof Plärrer ein 17-Jähriger von einem Nazi halb tot geprügelt. Der Angegriffene musste mehrfach wiederbelebt werden und wurde auf der Intensivstation in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er erst nach mehreren Tagen erwachte.

Der Täter ist ein für seine Brutalität bekannter Fürther Neonazi, der zunächst vom Tatort geflüchtet war, sich aber einen Tag später den Behörden stellte. Er ist dem sogenannten „Freien Netz Süd“ zuzuordnen, einem Zusammenschluss bekennender Nationalsozialisten. Wie andere Nazis aus dem Umfeld des „Freien Netz Süd“ hat auch der Täter bereits in der Vergangenheit NazigegnerInnen angegriffen.

Skandalöses Verhalten der Polizei

Spätestens nachdem der Täter sich gestellt hatte, wusste die Polizei, dass es sich bei ihm um einen bekannten Nazi-Schläger handelt. Trotzdem hat die Polizei diese Tatsache der Öffentlichkeit weitere zwei Tage verheimlicht. Auch, dass der zusammengeschlagene junge Mann einen Migrationshintergrund hat, teilte die Polizei nicht mit.

Am 1. Mai musste die Polizei aufgrund des öffentlichen Drucks den faschistischen Tathintergrund schließlich zugeben.

Völlig inakzeptabel ist es, wenn jetzt die Polizei, allen voran der Fürther Polizeichef Roman Fertinger, versucht, auch diesen Nazi-Übergriff zu verharmlosen, indem sie davon spricht, ein Rechter und ein Linker seien eben “aneinandergeraten”. Wir fordern die Polizei und die politisch Verantwortlichen auf, diese gefährliche Verharmlosung brutaler Nazigewalt zu unterlassen. Wir werden es auch nicht hinnehmen, wenn versucht wird, Nationalsozialisten und aktive GegnerInnen der Naziideologie in einen Topf zu werfen.

Gewalttätige Naziszene in Fürth

Seit Monaten weisen GewerkschafterInnen und AntifaschistInnen in Fürth darauf hin, dass sich in der Stadt eine äußerst gewalttätige Naziszene breitmacht. Ziel der zahlreichen faschistischen Angriffe sind Menschen, die nicht in das verquere Weltbild der Nazis passen. Auch die Anschläge auf Wohnungen und Fahrzeuge von AntifaschistInnen, auf gewerkschaftliche Einrichtungen und Stadtteilläden werden häufiger.

Der Chef der Fürther Polizei leugnet jedoch das massive Problem der Naziübergriffe in Fürth. Konsequenterweise hat die Fürther Polizei nahezu keine der von Nazis verübten Straftaten aufgeklärt.

Wir fordern: MigrantInnen, GewerkschafterInnen, Antifas und alle Menschen, die zeigen, dass sie etwas gegen Nazis haben, müssen sich wieder sicher in Nürnberg und Fürth bewegen können.

Zeigen wir den Opfern von Nazigewalt und ihren Angehörigen, dass die Bevölkerung von Nürnberg und Fürth solidarisch hinter ihnen steht!

Wir dulden keine Nazi-Schläger! Nicht in Nürnberg, nicht in Fürth – nirgendwo!

Local Players in der Stützelvilla

Unser erstes Seminarwochenende im April 2010 haben wir in Windischeschenbach in der Stützelvilla verbracht. Wir hatten eine Menge Spass und dabei viel gelernt. Um unsere Erinnerungen wach zu halten, hier einige Bilder…

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Seminarwochenende

Infos zum Seminarwochenende

Termin: Freitag 16. bis Sonntag 18. April 2010

Ort: Stützelvilla in Windischeschenbach bei Weiden in der Oberpfalz

Anreise: Gemeinsam mit Bahn oder PKW ca. 13.00 Uhr (oder 18.00 Uhr)

Sie lernen an diesem Wochenende, wie Sie sich dagegen wehren oder reagieren können, wenn Sie oder andere unfair behandelt werden. Zum Beispiel, weil Sie nicht in Deutschland geboren sind, oder „ausländisch“ aussehen, oder zu groß oder zu klein sind, oder mit Akzent sprechen, oder, oder…

Sie lernen Ihre vielfältigen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Mehrsprachigkeit, neu zu entdecken und beruflich zu nutzen.

Sie üben mit professionellen Trainern und arbeiten in kleinen Teams oder auch größeren Gruppen zusammen.

Sie gewinnen erste Eindrücke von unserem Filmprojekt und wie Sie daran mitarbeiten können. Einfach mit Ihren Ideen, oder auch vor und hinter der Kamera.

Zum Abschluss am Sonntag planen wir gemeinsam die nächsten Schritte im Projekt.

Für Übernachtung, Unterhaltung und Verpflegung ist gesorgt und es kostet Sie nichts.

Wenn Sie am Freitag Nachmittag nicht anreisen können, sprechen Sie uns an, wir organisieren weitere Anreisetermine am Abend.

Für weitere Auskünfte und Anmeldung steht Ihnen Manuela Demirdag gerne zur Verfügung. Tel.: 0911- 239 866 81/ E-Mail: info@local-players.de

“Local Players” Auftaktveranstaltung

Nun ist es offiziell. In einer Auftaktveranstaltung am 23. Oktober 2009 im Dokuzentrum in Nürnberg wurde das Projekt “Local Players” erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Eingeladen waren, neben den ersten mitwirkenden Auzubildenden, auch zahlreiche prominente Gäste aus der lokalen Politik, Kooperationspartner und Unterstützer des Projektes.

Das Projekt “Local Players”

Ob am Arbeitsplatz oder in der Freizeit – interkulturelle Begegnungen finden in allen Lebensbereichen statt. Die moderne Arbeitswelt wäre ohne die Verständigung zwischen Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen nicht möglich. Dies birgt viele Chancen voneinander zu lernen und gemeinsam erfolgreich zu sein.

Doch neben friedlichem Mit- und Nebeneinander sind – mal mehr oder weniger unterschwellig – auch Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit oder sogar deutlicher Rassismus zu beobachten.

Local Players ist ein Projekt für junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und bemüht sich um fairen Ausgleich ihrer Bildungs- und Berufschancen.

Der Handlungsbedarf ist groß, denn der Anteil Auszubildender mit Migrationshintergrund sinkt seit Mitte der 90er Jahre stetig. Dabei werden viele SchulabgängerInnen zum Beispiel oft nur deshalb abgelehnt, weil sie einen ausländischen Namen tragen und automatisch (und häufig zu unrecht) davon ausgegangen wird, dass Sprachdefizite in Deutsch vorliegen.

Für die Betriebe ist dies in einer globalisierten Welt jedoch genau so kontraproduktiv. Denn Mitarbeiter mit Migrationshintergrund können häufig besser “über den Tellerrand” hinaus schauen. Als Kenner zweier Kulturen können sie zum Beispiel vielfach vermitteln, beraten, Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Die Bedeutung interkultureller Kompetenzen wird derzeit jedoch besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen noch kaum erkannt.

Local Players bietet praxisorientierte Qualifizierungsmodule für Auszubildende mit Migrationshintergrund. Die Auszubildenden sollen während der dreijährigen Projektphase ihre Stärken erkennen, ausbauen und zu einem beruflichen Qualifizierungsmerkmal machen. Zum Beispiel das Soft-skill “Interkulturelle Kompetenz”, Sprachkenntnisse, etc.  Ein Schwerpunkt ist dabei zu lernen, Tendenzen der Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten dagegen zu entwickeln. Am Ende des Projektes werden die Auszubildenden an  Berufsschulen, im Betrieb oder im Jugendtreff einen “Peer-to-peer”- Unterricht zum Thema “Demokratie, Vielfalt und Toleranz” geben.

Die Nürnberger “Local Players” werden so zu Multiplikatoren und Multiplikatorinnen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus und für ein positives und produktives Miteinander.

Hallo Welt!

Willkommen zum “Local Players”-Blog und -Forum!

Dies ist der erste Blogbeitrag – die Geburtsstunde eines hoffentlich regen und spannenden Austausches über das Miteinander der verschiedenen Kulturen in Deutschland.

Alle , diese Website besuchen, sind eingeladen, sich am Austausch und an den Diskussionen zu beteiligen!

Interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Projektes “Local Players”, die als Autoren oder Autorinnen am Blog mitarbeiten wollen, sind dazu ebenfalls herzlich eingeladen. Bitte meldet Euch bei der Projektleitung.

Viel Spaß und viele spannende Diskussionen im Blog und im Forum!